«Wir haben keine Zeit mehr.» – Klimastreikende fordern mit Velodemo den Klimanotstand.

Am letzten Freitag versammelten sich über 40 besorgte Davoser*innen und forderten mit einer Velodemo stärkere Massnahmen der Gemeinde Davos zur Bekämpfung der Klimakrise. Klimastreik Davos schaut auf eine erfolgreiche Veranstaltung zurück: “Mit über 40 Teilnehmern durften wir der Thematik hier in Davos wieder Wichtigkeit verleihen und den Weg zum Klimanotstand mit viel Energie beginnen.” erzählt Maja Redies.

“Mit der Velodemo als Teil schweizweiter Aktionen wollen wir die Klimakrise wieder zurück in das öffentliche Bewusstsein bringen. Die Coronapandemie hat in den letzten Monaten den gesellschaftlichen Diskurs weitestgehend bestimmt – und das zu Recht. Das gesundheitliche Wohlergehen der Bevölkerung stand dabei stets im Zentrum und bildete die Grundlage für das Handeln der Politik.”, fährt Klimastreikender Niklas Todt fort. “Doch wir laufen in Gefahr eine zweite Krise, die Klimakrise, aus den Augen zu verlieren. Immerhin schmelzen die Gletscher auch während der Coronakrise weiter. Obwohl sie aus den Medien weitestgehend verdrängt wurde; Wir können die Klimakrise nicht länger ignorieren.” ergänzt er und weist auf die neue Kampagne zum Klimanotstand hin.

Die Klimastreikenden fordern jetzt die Gemeinde Davos dazu auf, dem Beispiel vieler Schweizer Städte zu folgen und den Klimanotstand in Davos auszurufen. Konkret soll die Gemeinde Davos die menschengemachte globale Erwärmung öffentlich als zu bewältigende Krise anerkennen und nach aktuellem Konsens der Wissenschaft handeln. Nach Aussage der Klimastreikenden muss die Gemeinde alles in ihrer Macht stehende tun, um eine humanitären Klimakatastrophe zu verhindern und die globale Erwärmung auf +1.5 oC im Vergleich zu vorindustriellen Zeiten zu begrenzen. Dies entspricht den Zielen des Klimaabkommens von Paris und bedeutet Netto Null Treibhausgasemissionen bis spätestens 2030.

“Wenn wir so weitermachen wie bisher, werden wir in spätestens 10 Jahren einen Punkt erreicht haben, an welchen Rückkopplungen einsetzen und damit eine Rückkehr unmöglich machen. Um schwere Folgen der Klimakrise und die damit zusammenhängenden Rückkopplungen wie das Schmelzen des Permafrosts zu verhindern, müssen wir jetzt handeln.”, erklärt Maja Redies ihren nächsten Schritt.

“Es ist an der Zeit, dass wir als Davoser*innen das Problem erkennen und Verantwortung übernehmen.”, schliessen die Klimastreikenden ab und fügen hinzu: “Zusammen müssen wir für ein zukunftsfähiges Davos sorgen und fordern deshalb: Klimanotstand JETZT.”

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